Kulturreport

Kultur gemischt
Bühne
Kino
Musik
Literatur
Ausstellungen
Fernsehen

Shopping

Filmplakate
Musikposter
Starposter
DVDs
Videos
Soundtracks
Lomographie
Sterntaufe
3D-Bilder
Books

Impressum

© 2023 by
VADIAN.NET

Kulturnews für Ihre eigene Website

Henriette Grindat, Peupliers et tournesols, route de Velleron, Frankreich, 1951.

 
.info/.ch Domains - Jetzt registrieren!

Möchten Sie zu diesen Themen eine eigene Internet Präsenz aufbauen? Registrieren Sie jetzt komfortabel attraktive Domainnamen!


www.henriette.info, www.posterite.info, www.grindat.info, www.albert.info

Mittwoch, 7. Juni 2023 / 14:09:10

Henriette Grindat / Albert Camus / RenÚ Char - La PostÚritÚ du soleil

Das Werk von Henriette Grindat (1923-1986) nimmt in der Schweizer Fotogeschichte eine besondere Position ein. Wńhrend viele ihrer Kolleg:innen in den 1950er-Jahren einen sachlichen Stil vertraten und engagierte Reportagen für die auflagenstarken Magazine lieferten, entwickelte Grindat eine sehr subjektive, vom Surrealismus geprńgte Bildsprache.

Ihre künstlerische Ausdruckskraft ist vergleichbar mit derjenigen des modernistischen Schweizer Fotografen Jakob Tuggener (1904-1988), doch ist ihr Name vor allem in der Deutschschweiz noch relativ unbekannt.

Der fotografische Nachlass Grindats befindet sich in der Fotostiftung Schweiz, wo er umfassend erforscht und 2008 in einer retrospektiven Ausstellung mit begleitender Publikation präsentiert wurde. Am 3. Juli 2023 wäre Henriette Grindat 100 Jahre alt geworden. Die Fotostiftung Schweiz nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, eine wichtige Zusammenarbeit der Fotografin mit den Dichtern Albert Camus und René Char zu beleuchten.

Nach ihrer Ausbildung an der Gertrude Fehr Schule für Fotografie in Lausanne und Vevey suchte Henriette Grindat den Austausch mit Künstlern und Schriftstellern, unter anderem in Paris. Dort lernte sie 1949 ihren zukünftigen Ehemann, den Schweizer Graveur Albert-Edgar Yersin (1905-1984), kennen und machte Bekanntschaft mit dem französischen Dichter René Char (1907-1988), dessen Texte sie bewunderte. Char war in den 1930er Jahren mit den Surrealisten verbunden und kämpfte während des Zweiten Weltkriegs als Widerstandskämpfer im Maquis. Die Erfahrungen der Résistance teilte er mit dem Schriftsteller Albert Camus (1913-1960). Ab 1946 entwickelte sich zwischen den beiden Dichtern eine Freundschaft und eine Liebe zur Region Vaucluse in der Provence. Char stammte aus L'Isle-sur-la-Sorgue, einer Stadt östlich von Avignon, wo er nach dem Krieg einen Wohnsitz hatte, während Camus vorübergehend ein Landhaus in der Gegend mietete.

La Postérité du soleil

Beeindruckt von Grindats Bildern entstand die Idee, die Atmosphäre dieser Landschaft, die Camus offenbar an seine algerische Heimat erinnerte, in Fotografien und Texten festzuhalten. 1950 begibt sich Henriette Grindat in Begleitung von Char auf Erkundungstour in und um L'Isle-sur-la-Sorgue. Sie fotografierte intuitiv, erkundete die Oberflächen der Vegetation, der Topografie und der Architektur und entdeckte stille Szenen, die von Zeit und Ort losgelöst schienen. 1952 schrieb Camus zu 30 ihrer Fotografien kurze poetische Absätze, die die feinsten Details wiedergeben. Das Zusammenspiel zwischen den Bildern und der Sprache ist aussergewöhnlich: Die Sprache geht aus den Bildern hervor und erschliesst ihnen eine neue Dimension. Für dieses Gemeinschaftswerk mit dem Titel La Postérité du soleil (Die Nachkommen der Sonne) konnte jedoch zunächst kein Verleger gefunden werden. Erst nach dem Tod von Camus im Jahr 1960 erwachte das Interesse an dem unveröffentlichten Werk. 1965 brachte der Genfer Verleger Edwin Engelberts eine grossformatige Mappe mit Silbergelatineabzügen von Grindats Fotografien, Camus' Texten und einem Vorwort von Char heraus. Die Buchversion von La Postérité du soleil wurde erst 1986 veröffentlicht, dem Jahr, in dem Henriette Grindat sich das Leben nahm, und zwei Jahre vor René Chars Tod.

In der Ausstellung sind die Blätter des Portfolios von 1965 zu sehen. Die dazugehörigen französischen Originaltexte von Albert Camus wurden für die Ausstellung erstmals umfassend auf deutsch übersetzt.

Henriette Grindat / Albert Camus / René Char - La Postérité du soleil

8. Juni 2023 bis 6. August 2023
Fotostiftung Schweiz 
Grüzenstrasse 45
CH-8400 Winterthur
+41 52 234 10 30
E-Mail: info@fotostiftung.​ch

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr
Mittwoch 11-20 Uhr
Montag geschlossen

fest (Quelle: pd)

  • Artikel per E-Mail versenden
  • Druckversion anzeigen
  • Newsfeed abonnieren
  •  
    Kultur
    Sammlung Emily Fisher Landau soll 400 Mio. Dollar einbringen [ weiter ]
    Die revolutionńre Kunst von Keith Haring auf dem Amiga Computer in den 80er Jahren [ weiter ]
    Studie belegt: Musiksammeln steigert den H÷rgenuss signifikant [ weiter ]

    Ausstellungen
    Eine Reise zwischen geschriebenen W÷rtern und bewegten Bildern [ weiter ]
    Shopping
    Videos zum Thema Ausstellungen:
    Painting
    Sculpture
    Photography

    .info Domain
    Jetzt registieren! www.firma.info oder www.produkt.info [ weiter ]


     
    kulturreport.ch ist ein Projekt der VADIAN.NET AG. Die Meldungen stammen von news.ch, der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) und weiteren Presseagenturen. Diese Nachrichten-Artikel sind nur zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Vervielfältigung, Publikation oder Speicherung der Daten in Datenbanken, jegliche kommerzielle Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet. Wir liefern auf Anfrage auch vollautomatisiert Kultur-News an Ihre eigene Website. kulturreport.ch (c) copyright 2023 by VADIAN.NET AG